Beyer, Brigitte
(1931-1995)

Brigitte Beyer ist 1931 in Chemnitz in Sachsen geboren. Ihre Ausbildung beginnt sie in der Textil-Fachschule in Chemnitz in den Jahren 1950 bis 1953. Freundschaft mit dem aus Chemnitz gebürtigem Dresdner Künstler Werner Wittig (geb. 1930). Dann studiert sie von 1957 bis 1963 an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin und ist im Fach freie Grafik Meisterschülerin von Professor Friedrich Stabenau. Sie erhält am Ende ihrer Studienzeit den Kunstpreis der Stadt Wolfsburg. Sie ist dann als freischaffende Künstlerin in Esslingen tätig. Zunächst entstehen Grafiken mit der Darstellung des Mikro- und Makrokosmos beeinflusst von zahlreichen Reisen nach Stromboli, die sie mit ihrer Studienfreundin Irmtraud Förster unternimmt. 1959 entsteht ein Kafka-Zyklus in Aquatinta, der noch dem Figuralen verhaftet ist. In der 1963 als Lithographien entstandenen Schöpfungsgeschichte beginnt sie sich in abstrakten Formen auszudrücken. Magische Elemente, Wirbel, Drehungen, Strudel assoziieren Bewegungsformen, wie Fließen, Schwimmen usw. als Grunderfahrungen und Synonyme des Lebens. 1964 beginnt die Künstlerin mit Metallarbeiten, bei denen sie von Ihrer Freundin Förster technisch unterstützt wird. Ausgangspunkt ist die Druckplatte, die sie zum Relief weiter verarbeitet. Es folgen dann Collagen für baugebundene Gestaltungen. Die ersten Auftragsarbeiten sind 1969 für die Schwerhörigenschule in Nürnberg und das Theodor-Heuss-Gymnasium in Esslingen. Außer der Deckengestaltung in Marktredwitz folgen zahlreiche Raumgestaltungen u. a. in Bonn, Nagold, Nürtingen, Reutlingen, Schorndorf. Weitere Arbeiten befinden sich in Karlsruhe, Offenbach, Wolfsburg, Stuttgart, Esslingen. Brigitte Beyer hat Ausstellungen in Reutlingen, Braunschweig, Göppingen, Darmstadt, Wiesbaden, Esslingen und Dresden. Brigitte Beyer ist 1995 in Esslingen verstorben.
Biographie
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